Fragt man den Reiseleiter nach empfehlenswerten Ausflügen bekommt man Isla Catalina, Altos de Chavon, Playa Esmeralda usw. zur Antwort. Was ist mit Saona? Saona, ja - die bieten wir auch an. Aber, die ist inzwischen viel zu überlaufen - viel zu touristisch. Oder möchte man den "einsamen" Strand mit hunderten anderen Touristen teilen? Neeee -
natürlich nicht. Welcher Tourist möchte das schon? ;-) Aber Saona, da hat man doch schon so viel gehört und gelesen. Sie soll doch so schön sein und jetzt das? Kurz beratschlagen, trotzdem buchen - und hinterher feststellen und zugeben müssen - owei der Reiseleiter hatte ja doch recht. Neeee - das natürlich auch nicht.Nochmal überlegen - nicht buchen - und sich hinterher fragen lassen müssen, ob man denn auch auf Saona war? Neeee - das auch nicht. Nochmal nachdenken und ne Alternative suchen! Eine Alternative stellt durchaus (momentan) der von RH Tours angebotenen Ausflug Saona Exclusiv dar. Der Ausflug ist zwar nicht Exclusiv aber man soll einen Exclusiven und nicht überlaufenen Strandabschnitt haben..... Hört sich doch gut an. Ok - das testen wir.

RH Tours angerufen - gebucht und los.

Frühmorgens geht es dann mit dem Bus in Richtung Bayahibe. Dort warten schon 2 Schnellboote auf rund 30 Personen (mal etwas mehr, mal etwas weniger). Unterwegs im Bus noch schnell ein paar Informationen über die DR und die Bevölkerung aufgeschnappt - jetzt schnappt man schon nach einer frischer und zugegeben etwas feuchten Meeresbrise. Schnell stellt man fest, dass man doch etwas hinten im Boot hätte sitzen sollen, da es vorne doch etwas hart hergeht. Dreht man sich um, findet man heraus,
dass man dafür vorne etwas trockener ist. Aber egal wo man sitzt - man geniest den Blick über das Karibische Meer und der Küste entlang. Uuups - die Boote stoppen, der Anker wird geworfen und das fast mitten im Meer. Was jetzt? Tauchen? Nein - Raus gehts ins Wasser. Wir sind in der Piscina Natural der natürlichen Badewanne/Schwimmbad angekommen. Die einen schnorcheln nach den wenigen übriggebliebenen Seesternen, die anderen stossen mit Cuba Libre im Wasser stehend an. Kaum ist man wieder im Boot, steuern die "Capitans" das kleine Fischerdorf „Mano Juan“ schon auf Saona an. Dort kann man die gleichen Dominikanische" Mitbringsel" begutachten und kaufen wie fast überall in der gesamten DR oder aber wenn man der spanischen Sprache mächtig ist, ein paar Worte mit den Menschen die dort leben wechseln. Ein "Supermarkt" findet man auch. Dieser hat zwischenzeitlich auch schon fast sehr exclusive Preise. Aber ein kühles "Presidente" darf schon mal sein, schließlich ist man im Urlaub und es ist ja auch fast schon Mittag. ;-)

Der Besuch war kurz aber nett. Nun aber - ab in Richtung Exclusiver Strandabschnitt.

Die Wellen werden höher, das Meer rauer, die Sitze etwas härter. Aha - das ist also wieder der Übergang zum Atlantik. Damit müssten wir ja auch bald am Ziel angekommen sein, da der Strandabschnitt ja auf der hinteren Seite von Saona liegen soll. Noch etwas die Muskeln trainieren, die Schönheit der Insel bewundern. Der Kapitän gibt nochmal Vollgas und der Anker fliegt schon wieder.

Hier sind wir also und das ist auch gut so. Ein kleines Stück Paradies für ein großes Herz, denn das müsste jedem aufgehen, der das hier zu sehen bekommen hat und evt. noch wird. Am Strand wird ein kleiner Snack aufgebaut, ein paar Becher Cuba Libre ausgeschenkt. Man lässt sich nieder, läuft herum oder zieht sich dieSchnorchelausrüstung über. Das Vorgelagerte Riff ruft und lädt zur Entdeckung ein. Schnorchlen? Hier? Neee - viel zu Schade. Die Fische seh ich auch noch woanders, wahrscheinlich schöner. Mit dem
Strand wird das zwar sicher auch möglich sein aber nicht ganz so einfach. Ok - zugegeben man ist nicht alleine, aber ein paar zurückhaltende Strandverkäufer und einige weitere Besucher tun keinen Abbruch an der Sache. Ein paar Meter den Strand entlang und man ist sowieso wirklich einsam oder zweisam, je nachdem wie man den Aufenthalt verbringen möchte. Schweren Herzens geht es ca. eine Stunde später zum
Hauptstrand. Dort gibt es Mittagessen und einen "kleinen" Eindruck was die Reiseveranstalter-leitung gemeint haben könne, mit dem überlaufenen Strand. Merengue wummert aus den Boxen, Strand-verkerkäufer haben etwas "anzubieten" und Touristen hat es schon einige. Trotzdem hält sich auch hier alles etwas im Rahmen und im Erträglichen - trotzdem wünscht man sich wieder an den anderen Strandabschnitt zurück. Gerne und wenns denn so sein soll auch hungrig. Wenns dies nicht möglich ist stellt man sich eben mit den anderen am Buffet an und packt sich Spaghetti (oder/und Reis), Hühnchen/Fisch und Salat auf den Teller.

Fazit: Schönes Land, eine noch schönere Insel und ein rundum gelungener Urlaubstag. Gerne und jederzeit wieder. Wenns nach mir persönlich gehen würde: SOFORT ! Wenn Saona - dann dieser Ausflug. Und aus dem Fragezeichen? hinter dem Wirklich - wird ein Ausrufezeichen!

Und - danke lieber Reiseleiter. Bitte halte mehr Menschen vom Besuch der Insel ab - dadurch bleibt sie schöner und mir mehr von dieser Schönheit.

Andreas Beck 01/2009 Travelamigos



Bin Bon Beach